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Horst Röttger
Schnepfenweg 12
48429 Rheine
Tel. +49 5971 85111
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Filter & Filterung

Der Filter im Aquarium

Es gibt eine Vielzahl von Filtern – alle erfüllen mehr oder weniger den Zweck, das Wasser umzuwälzen und sauber zu halten. Es kommt prinzipiell weniger auf die Leistung an, sondern vielmehr auf das Volumen des Filters. Das heißt: Je größer das Volumen, desto weniger Leistung ist notwendig. Der Filter sollte die Wassermenge im Becken etwa drei Mal pro Stunde durchfiltern. Wenn man die Möglichkeit hat, einen Mehrkammer-Biofilter einzubauen, ist dies eindeutig zu empfehlen. Diejenigen unserer Kunden, die einen solchen Filter eingesetzt haben, erzielen die besten Ergebnisse.

Leider bietet der Marktführer im Bereich Aquarienbau nur Aquarien mit Innenfilter an. Diese haben zwar den Vorteil, dass sie nicht lecken oder auslaufen können, aber sie haben immer ein sehr geringes Volumen und sind nur äußerst schwer zu reinigen. Filterreinigung ohne Wasserwechsel ist fast nicht möglich, da beim Neustart des Filters der letzte Dreck wieder in das Wasser gespült wird. Das Wasser ist trüb und das Aquarium quasi wieder dreckig. Dies lässt sich meist nur dadurch verhindern, dass man mindestens 1/3 des Wassers entnimmt und somit den Filter leerlaufen lässt, was eine gründliche Reinigung ermöglicht, obwohl empfohlen wird, Wasserwechsel und Filterreinigung getrennt durchzuführen.

Das Filtermaterial

Filter werden in der Regel bereits mit Filtermaterial gefüllt angeboten. In dem Filter befinden sich dann verschiedene Filtermaterialien, wie Schaumstoff, Keramikröhrchen, Tonkügelchen, Filterwatte, Lavagestein und so weiter. Leider sind diese Schichten vom Wasser so schnell durchflossen, dass die Filterwirkung fast ausschließlich durch die Schaumstoffmatten geleistet wird. Da diese allerdings sehr schnell verstopfen, lässt die Leistung des Filters drastisch nach. Das wiederum führt dazu, dass die Bakterien die im Filter Schadstoffe abbauen sollen, nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und dann natürlich absterben. Die gewünschte biologische Filterleistung sinkt damit gen Null. Auch lange Standzeiten sorgen dafür, dass die Filterleistung stark nachlässt.

Ob Keramik, Ton oder andere natürliche Filtermaterialien, alle haben einen großen Nachteil gemeinsam: Sie werden schnell schmutzig und unansehnlich und riechen nach einiger Zeit sogar schlecht. Oft wird dann neues Material gekauft. Wir empfehlen daher jeden Filter mit unseren Filterfüllkörpern der neuen Generation (7 mm) komplett zu füllen. Die Filterfüllkörper bestehen im Gegensatz zu vielen üblichen Filtermaterialien aus Weichmacher-freiem, hochwertigem Polyethylen (ein  Kunststoff aus der Lebensmittelindustrie, kein Plastik), sind pH- und härteneutral, beständig gegen Fäulnis und Pilzbewuchs. Es können daher weder Weichmacher noch andere Giftstoffe abgegeben werden. Auch verhärtet das Material nicht im Laufe der Zeit. Es kann unendlich oft gereinigt werden ohne jemals unansehnlich zu werden oder an Leistungsfähigkeit zu verlieren.

Verschiedenste Bakterien im Aquarium - nützlich oder nicht?

Einen Beweis, dass nicht alle Bakterien im Aquarium nützlich oder sinnvoll sind, liefert zum Beispiel Harald Schneider in der Amazonas (Heft 8, November/Dezember 2006) in dem Artikel „Das Süßwasser-Riffaquarium“, indem er zur besseren Nahrungsversorgung der Wasserpflanzen vollständig auf einen Filter verzichtet. Die meisten Bakterien, welche im Filter leben, sind Nahrungskonkurrenten der Wasserpflanzen. Er beschreibt ebenfalls, dass sein Aquarium früher mit einem Hamburger Mattenfilter betrieben wurde. In dieser Zeit brauchten seine Pflanzen 200 % mehr als die empfohlene Angabe des Herstellers an Wasserpflanzendünger. Daraus lässt sich ableiten, dass sich viele Bakterienarten im Aquarium auch von den Nährstoffen der Pflanzen ernähren. In Wirklichkeit brauchen wir nur Bakterien aus der Familie der Nitrosomas. Diese Zerlegen die nitrithaltigen Ausscheidungen der Fische in Nitrate. Alle anderen Bakterienstämme sind gerade im Filter ineffizient und unnötig.

Ein Filter der in Betrieb genommen wird, ist wie ein nicht gepflügter Acker. Wenn man nichts unternimmt, siedeln sich hunderte verschiedenste Pflanzen und Unkraut an. Der Bauer kann aber nichts damit anfangen. Wenn er ein Ergebnis erzielen will, säht er eine bestimmte Pflanzensorte aus, sodass sein Acker mit dieser Sorte bestellt ist. Genau dieses Prinzip verfolgen wir mit den filtAS Spezialbakterien & Nährlösung. Sobald die Bakterien mit der Nährlösung in Kontakt gebracht werden, beginnen diese mit der Vermehrung. Bei der Einimpfung übersiedeln sie den gesamten Filter, sodass andere Bakterienstämme keinen Platz finden. Innerhalb von 24 Stunden haben sie sich im gesamten Filter ausgebreitet und reinigen das Aquarium voll biologisch.

Es ist aber nicht zu verhindern, dass im Laufe der Zeit andere Bakterienstämme versuchen, sich wieder im Filter anzusiedeln. Es ist also nötig, bei einer Filterreinigung „nachzuimpfen“. So entsteht kein nutzloser Bakteriencocktail im Filter. Man kann sich dies wie einen  Rasen vorstellen. Auch dort wachsen zwischen den Grashalmen, Klee, Moose und anderes Unkraut. Um den Rasen schön zu halten, muss das Unkraut entfernt werden und an dieser Stelle neuer Rasen gesäht werden, um zu verhindern, dass wieder Unkraut wächst. Biologische Untersuchungen haben ergeben, dass lediglich 20 % der im Aquarium befindlichen  Bakterien nützlich sind. Alle anderen erfüllen keinen Zweck für die Aquarianer.